Samstag, 8. September 2012
Soest
Und nun in Soest. Die ersten 5 km waren wie Butter. Bis der Wald kam.
Nachdem ich mit meinem Rad schätzungsweise 10 km neuen Forstweg
geschlagen hatte, sah ich endlich wieder eine Straße. Hinter einem
zwei Meter hohen Zaun. Flugs versichert, dass das hier weder
militärisches sperrgebiet noch Brutrevier brünftiger Hirsche, wanderte
ich am Zaun entlang bis zum nächsten Feldweg. Mein Rad sah danach zwar
eher aus wie ein beschaulicher Hagebuttenbusch in bester Blüte, aber
keine vier Kilometer später war auch der letzte Rest Flora den Kräften
aus Öl und Metall gewichen. Nur auf den unteren Gängen klebt noch ein
Rest widerspinstiger Dornen.
Nachdem ich mit meinem Rad schätzungsweise 10 km neuen Forstweg
geschlagen hatte, sah ich endlich wieder eine Straße. Hinter einem
zwei Meter hohen Zaun. Flugs versichert, dass das hier weder
militärisches sperrgebiet noch Brutrevier brünftiger Hirsche, wanderte
ich am Zaun entlang bis zum nächsten Feldweg. Mein Rad sah danach zwar
eher aus wie ein beschaulicher Hagebuttenbusch in bester Blüte, aber
keine vier Kilometer später war auch der letzte Rest Flora den Kräften
aus Öl und Metall gewichen. Nur auf den unteren Gängen klebt noch ein
Rest widerspinstiger Dornen.
Freitag, 7. September 2012
Paderborn
Gestern in Paderborn angekommen geht es heute mit der letzten Etappe
ab an den Niederrhein. Mal sehen wie viel noch geht. Der Kaffee ist
auf jeden Fall zufriedenstellend und die Satteltaschen gepackt (und
ganz nebenbei bemerkt habe ich auch keine Körperteile mehr die nicht
weh tun - positiv gesehen kann es also nur besser werden). So und
jetzt Ahoi!
ab an den Niederrhein. Mal sehen wie viel noch geht. Der Kaffee ist
auf jeden Fall zufriedenstellend und die Satteltaschen gepackt (und
ganz nebenbei bemerkt habe ich auch keine Körperteile mehr die nicht
weh tun - positiv gesehen kann es also nur besser werden). So und
jetzt Ahoi!
In Wernigerode
Wer die Einsamkeit sucht sollte Brandenburg mal versuchen. Brandenburg
hat nicht viel, aber davon reichlich. Vor allem Bäume, Wiesen und
Dörfer. Um nicht aus der Art zu schlagen, ist davon auch nur jedes
fünfte bewohnt (dabei in den überwiegenden Fällen augenscheinlich
nicht mehr lange). In einem Dorf (mehr als zwei Häuser innerhalb von
50 Metern zählt als solches - zumindest laut Ortsschild) gab es
mindestens einen Schmied und ein Nagelstudio (alles was der Mensch zum
Leben braucht). Mein Weg endete heute nach knapp 140 km und zehn
Stunden im Sattel in Magdeburg. Ein wenig geknickt aber auch ein wenig
froh fuhr ich das letzte Stück bis Wernigerode per Bahn. Wernigerode
ist damit die erste Stadt im Harz von der es morgen über Goslar und
Höxter nach Paderborn geht.
hat nicht viel, aber davon reichlich. Vor allem Bäume, Wiesen und
Dörfer. Um nicht aus der Art zu schlagen, ist davon auch nur jedes
fünfte bewohnt (dabei in den überwiegenden Fällen augenscheinlich
nicht mehr lange). In einem Dorf (mehr als zwei Häuser innerhalb von
50 Metern zählt als solches - zumindest laut Ortsschild) gab es
mindestens einen Schmied und ein Nagelstudio (alles was der Mensch zum
Leben braucht). Mein Weg endete heute nach knapp 140 km und zehn
Stunden im Sattel in Magdeburg. Ein wenig geknickt aber auch ein wenig
froh fuhr ich das letzte Stück bis Wernigerode per Bahn. Wernigerode
ist damit die erste Stadt im Harz von der es morgen über Goslar und
Höxter nach Paderborn geht.
Donnerstag, 6. September 2012
Mittwoch, 5. September 2012
Potsdam
Der erste Tag ist rum. 29km nach Potsdam. Ein erster, kleiner Schritt
(habe aber mal vorsichtshalber für nen großen gegessen - Sicherheit
wird bei mir groß geschrieben). Liege jetzt auf der Kamina vor Potsdam
und hoffe, dass das Wetter morgen königlich ist. 184 ist die Zahl für
morgen. 184km Brandenburg und Sachsen. Der weg wird also nicht nur
lang sondern auch steinig!
(habe aber mal vorsichtshalber für nen großen gegessen - Sicherheit
wird bei mir groß geschrieben). Liege jetzt auf der Kamina vor Potsdam
und hoffe, dass das Wetter morgen königlich ist. 184 ist die Zahl für
morgen. 184km Brandenburg und Sachsen. Der weg wird also nicht nur
lang sondern auch steinig!
Warmlaufen
So. Die Bude ist leer und sauber (wer hätte gedacht, was in drei
Monaten alles dreckig werden kann. Das Pfand hat mich zum reichen Mann
gemacht). Ich bin schon in meinen Fahrraddress geschlüpft und ernte
auf der Straße konsternierte Blicke. Obwohl - das kann auch an den in
meinen Augen konsternierten Leuten liegen, die sich gedanklich und
äußerlich unscheinbar über diesen herrlichen Nieselregen freuen.
Monaten alles dreckig werden kann. Das Pfand hat mich zum reichen Mann
gemacht). Ich bin schon in meinen Fahrraddress geschlüpft und ernte
auf der Straße konsternierte Blicke. Obwohl - das kann auch an den in
meinen Augen konsternierten Leuten liegen, die sich gedanklich und
äußerlich unscheinbar über diesen herrlichen Nieselregen freuen.
Dienstag, 4. September 2012
Zu Anfang
Für die Leute unter euch mit wenig Zeit: es geht von Berlin nach
Potsdam. Dann von dort nach Wernigerode (tja, kannte ich bisher nicht.
Aber ich mache mir da keinen Vorwurf, T9 kannte es auch nicht). Aus
dieser wunderschönen Stadt am Harz geht es dann weiter in die Wiege
der westfälischen Eintönigkeit - nach Paderborn. Die letzte Etappe
führt dann durch den Pott an den linken Niederrhein. Ich finde, dass
ist machbar. Und wenn ihr das nicht glaubt, ich bin auch ein prima
Buchmacher. So. Für heute sollte das genügen. Ab morgen wird es dann
in unregelmäßigen abständen aber mehrmals täglich Bilder von diesem
einmaligen Exodus geben!
Potsdam. Dann von dort nach Wernigerode (tja, kannte ich bisher nicht.
Aber ich mache mir da keinen Vorwurf, T9 kannte es auch nicht). Aus
dieser wunderschönen Stadt am Harz geht es dann weiter in die Wiege
der westfälischen Eintönigkeit - nach Paderborn. Die letzte Etappe
führt dann durch den Pott an den linken Niederrhein. Ich finde, dass
ist machbar. Und wenn ihr das nicht glaubt, ich bin auch ein prima
Buchmacher. So. Für heute sollte das genügen. Ab morgen wird es dann
in unregelmäßigen abständen aber mehrmals täglich Bilder von diesem
einmaligen Exodus geben!
Adieu, Berlin!
Drei Monate sind rum. Zeit Abschied zu nehmen und dieser wunderschön
hässlichen Stadt und einer ganzen Horde von Menschen danke zu sagen.
Danke für wunderschöne drei Monate! Das gilt natürlich im besonderen
der kulinarischen Fraktion: Danke für die Sandwich Riegel mit
zauberhaftem Ziegenkäse und feistem Feigenmus, danke für den
unglaublichen U-Bahn Burrito und - nicht zuletzt - danke für den Lachs
auf dieser phantastischen Pizza. Nicht nur euch, aber vor allem euch
werde ich vermissen! Natürlich trägt auch die Abteilung einen
überschaubaren aber dafür umso unwesentlicheren Anteil daran, dass die
Zeit hier echt nicht nur dufte, sondern knorke war!
Für mich ist es nach einem knappen Jahr nun wieder an der Zeit, den
Kasten kalt zu stellen und wieder bis eins zu schlafen: Köln ich
komme! Nicht zu Fuß aber mit dem Rad. Für alle, die im Fernseh noch
nicht genug Leid gesehen haben und die mit mir Harz und Ukkermark
sehen wollen, ist dieser Blog.
hässlichen Stadt und einer ganzen Horde von Menschen danke zu sagen.
Danke für wunderschöne drei Monate! Das gilt natürlich im besonderen
der kulinarischen Fraktion: Danke für die Sandwich Riegel mit
zauberhaftem Ziegenkäse und feistem Feigenmus, danke für den
unglaublichen U-Bahn Burrito und - nicht zuletzt - danke für den Lachs
auf dieser phantastischen Pizza. Nicht nur euch, aber vor allem euch
werde ich vermissen! Natürlich trägt auch die Abteilung einen
überschaubaren aber dafür umso unwesentlicheren Anteil daran, dass die
Zeit hier echt nicht nur dufte, sondern knorke war!
Für mich ist es nach einem knappen Jahr nun wieder an der Zeit, den
Kasten kalt zu stellen und wieder bis eins zu schlafen: Köln ich
komme! Nicht zu Fuß aber mit dem Rad. Für alle, die im Fernseh noch
nicht genug Leid gesehen haben und die mit mir Harz und Ukkermark
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